Stra(f)(ß)e des Todes

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„Die Straße des Todes“ hieß unser heutiger Tourabschnitt. Um es kurz vorweg zu nehmen: nach 12 Stunden sind wir alle heil und müde in Kurgan angekommen – nochmal müssen wir das aber nicht unbedingt haben 😉

Diese Straße verdankt ihren Namen eigentlich hauptsächlich der hohen Unfalldichte, nicht nur ihres Zustands wegen. Der Schwerlastverkehr zieht sich auf einer schlechten Straße mit vielen Baustellen bergab und bergauf durch den Ural. „Hier zu Fahren ist wie Kampf – man arbeitet sich von LKW zu LKW wie von Deckung zu Deckung“ sagt dazu unser Andreas Kimmel.

Wir haben grob mitgezählt, was wir unterwegs heute alles erleben „durften“. Wir hatten im Angebot: unzählige Kamikaze-Überholmanöver von russischen Truckern – hier musste jeder von uns hundert Prozent bei der Sache sein, dass da nichts weiter passiert. Einkaufskistengrosse Schlaglöcher. Dieser wahnsinnige Kipper-Fahrer, der uns voll beladen lebensmüde mit 110 km/h links bergab überholt. Drei Polizeikontrollen inklusive Verfolgungsjagd eines russischen Oligarchen durften wir hautnah erleben. Ein ausgebrannter LKW und diverse weitere havarierte Fahrzeuge waren zu besichtigen. Ein äußerst befremdliches Rasthof-Klo war dabei und ein Straßenarbeiter von der Strassenmitte, der jetzt mindestens eine braune Hose und zwei Geburtstage hat. Dazu bergab im 1. Gang fahrende LKWs, deren Bremsen einfach aufgegeben haben und bergauf im 1. Gang fahrende LKWs, die komplett überladen sind.

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